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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
zur 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) heiße ich Sie – auch im Namen des Vorstandes sowie meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berufsgenossenschaftlichen Forschungsinstituts für Arbeitsmedizin (BGFA), Institut der Ruhr-Universität Bochum – sehr herzlich willkommen!
In den vier Kongresstagen werden nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert, sondern auch bereits bekannte Forschungsergebnisse kritisch überprüft und von der Fachöffentlichkeit diskutiert. Die eindrucksvolle Zahl von über 140 Vorträgen und 120 Postern, z. T. Originalbeiträge, zahlreichen Symposien und Workshops, sowie – und dies ist eine Neuerung in der Tradition des Kongresses – neun wissenschaftlichen Gesprächsforen mit Übersichtsvorträgen und anschließendem Erfahrungsaustausch lassen erkennen, welches breite Spektrum die Arbeitsmedizin abdeckt.
Leitthema des Kongresses ist der „Dialog zwischen betrieblicher Praxis und arbeitsmedizinischer Wissenschaft – Chance für den Arbeitsschutz“ mit zwei Schwerpunkten, nämlich „Risikomanagement“ und „Molekular-medizinische Aspekte der Arbeitsmedizin“. Darin kommt einerseits zum Ausdruck, dass sich die Arbeitsmedizin in ihrer Praxisorientierung mit den permanent zunehmenden Risiken für den Menschen in der modernen Arbeitsgesellschaft auseinandersetzen muss und will. Andererseits wird die rasante wissenschaftliche Entwicklung – vor allem in der Biomedizin – thematisiert. Mit z.T. völlig neuen Methoden wird das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren bei der Entstehung von arbeitsbedingten Erkrankungen erforscht. Diese Methoden eröffnen neue Chancen, insbesondere auch in Bezug auf eine moderne Diagnostik der Früherkennung arbeitsbedingter Erkrankungen, also einer optimierten Prävention und damit letztlich eines modernen Arbeitschutzes. Damit sind die hohen Erwartungen an diesen Kongress umrissen.
Kein Zweifel, dass von der größten arbeitsmedizinisch-wissenschaftlichen Tagung im deutschsprachigen Raum mit über 1000 erwarteten Teilnehmern, darunter Arbeits- und Umweltmediziner, Betriebs- und Werksärzte sowie maßgebliche Vertreter des deutschen Arbeitsschutzes und der Berufsgenossenschaften starke Impulse in alle arbeitsmedizinischen Felder und in den beruflichen Gesundheitsschutz gehen werden.
In Fortführung einer guten Tradition findet auch in diesem Jahr wieder ein arbeitsmedizinisches Kolloquium des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften statt – diesmal zu den Themen „Haut“ und „Betriebsärztliche Betreuung“.
Der pulsierende wirtschaftliche Ballungsraum des Ruhrgebiets und das erst im Jahre 2003 fertiggestellte, hochmoderne RuhrCongress-Centrum machen Bochum für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicherlich zu einem attraktiven Anziehungspunkt. Betriebsbesichtigungen bei ThyssenKrupp und bei NOKIA – beide Firmen Synonyme für den Strukturwandel – unterstreichen die thematische Spannbreite des Kongresses. Das Rahmenprogramm mit der Besichtigung eines Schiffshebewerks und der Zeche Zollern II/IV sowie einer „Extraschicht“ im Deutschen Bergbaumuseum und natürlich – nicht zu vergessen – der Gesellschaftsabend in der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (DASA) mit einem musikalischen Highlight runden den Kongress ab.
Ich heiße Sie alle mit einem „Glückauf“ herzlich willkommen!
Ihr Thomas Brüning
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